01.03.2022

Bodenproben wegen früherer KVA: Ergebnisse unbedenklich

MEDIENMITTEILUNG VOM 1. MÄRZ 2022

Presseberichte letzten Herbst liessen die Verantwortlichen der KEWU AG aufhorchen. Warum? In Böden in der Umgebung von alten Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) an verschiedenen Standorten der Schweiz war Dioxin festgestellt worden, ein Schadstoff, der sich nur sehr langsam abbaut.

Der frühere „Gemeindeverband Kehrichtverwertung Worblental und Umgebung“, KEWU, hatte ab 1972 im Dorfteil Hub der Gemeinde Krauchthal eine KVA betrieben. Neue Grenzwerte für Rauchgase und wirtschaftliche Gründe veranlassten 1987 die damaligen Verantwortlichen, die kleine KVA nicht zu sanieren und nicht weiterzubetreiben. Seither beschränkt sich die KEWU auf die Verwertung von Grünabfällen und die Deponierung von Schlacke aus der KVA KEBAG in Zuchwil SO.

Vor dem Hintergrund des früheren KVA-Betriebs beschloss die KEWU zusammen mit der kantonalen Aufsichtsbehörde (Amt für Wasser und Abfall, AWA), umgehend die Untersuchung der Böden in der Umgebung der ehemaligen KVA in Auftrag zu geben. Das Konzept der Beprobung wurde von der Firma Tensor AG erarbeitet, ausgeführt wurden die Arbeiten Ende 2021 von der Firma CSD Ingenieure AG.

Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass alle Bodenproben unbedenkliche Konzentrationswerte/Belastungen aufweisen (durchschnittlich 3–4 Nanogramm Dioxin/kg bei einem Prüfwert von 20 Nanogramm/kg und einem Sanierungswert von 1000 Nanogramm/kg). Die geringen festgestellten Konzentrationen entsprechen der durchschnittlichen Belastung, wie sie in ländlichen Gebieten des Mittellandes üblich sind. Es hat sich gezeigt, dass es keinen relevanten Unterschied der Belastung zwischen den Proben in unmittelbarer Umgebung und weiter entfernten Standorten der ehemaligen KVA gibt. All diese Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass die ehemalige KVA der KEWU keine relevante Dioxin- und Schwermetallbelastung der Umwelt verursacht hat. Die Böden können weiterhin unbedenklich und ohne Einschränkungen für die landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Produktion genutzt werden.

Den vollständigen Bericht der Bodenbeprobung finden sie an dieser Stelle.

Die offizielle Medienmittteilung des Kantons Bern finden Sie an dieser Stelle.

01.03.2022, KEWU AG

Für weitere Auskünfte: Senta Haldimann, Präsidentin des Verwaltungsrats, 079 875 78 74