In die Deponie der KEWU AG wird in erster Linie Schlacke aus der Kehrichtverbrennungsanlage kenova AG in Zuchwil aufbereitet und eingebaut. Die kenova AG entsorgt die Abfälle aus 178 Gemeinden in den Kantonen Bern und Solothurn mit zirka 510'000 Einwohnern. Die rund 220'000 Tonnen anfallenden Kehrichts pro Jahr werden auf etwa 50'000 Tonnen Schlacke und Filterasche reduziert, welche nach der Aufbereitung in die Deponie der KEWU AG geliefert werden. Aus dieser Schlacke werden durch eine Entschrottungsanlage wertvolle Sekundär-Rohstoffe wie Metall gewonnen. Was zurückbleibt ist vorwiegend mineralischer Verbrennungsrückstand, fast nahezu frei von Restmetall. Filterasche wird vorgängig mit chemischen Verfahren gewaschen, um möglichst viele Schwermetalle und Schadstoffe daraus zu entfernen.
Die Deponie befindet sich im Laufental auf einem geeigneten Untergrund: der Sandsteinfelsen bildet ein stabiles Fundament. Der Deponiekörper wird mit einer 80 cm dicken mineralischen Abdichtungsschicht gegenüber der Umgebung versiegelt. Diese Schicht - und ein aufwändiges System von Drainageschichten und Leitungen - verhindern, dass Sickerwasser in die Umwelt gelangen kann. Sauberes Wasser - von seitlichen Rinnsalen, Quellen und vom Laufenbach - wird jederzeit strikte vom Sickerwasser getrennt geführt. Ein befahrbarer Stollen sichert den Zugang zum Drainagesystem tief unter dem Tageslicht. Das Sickerwasser wird der Abwasserreinigung zugeführt.
Der Bau des Deponiekörpers wird von den zuständigen kantonalen Ämtern und der Aufsichtskommission eng begleitet und überwacht. So ist die KEWU AG auch verpflichtet, die nötigen finanziellen Mittel für die Rekultivierung und die professionelle Nachsorge der Deponie über viele Jahrzehnte zurückzustellen. Wir kümmern uns verantwortungsvoll um das, was die Gesellschaft zurücklässt und was aktuell nicht weiter verwertet werden kann.
Die KEWU AG ist laufend an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt, die sich mit der langfristigen Sicherheit des Deponiekörpers, mit dem bestmöglichen Schutz der Umwelt aber auch mit der besten Einbaupraxis nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen befassen: Das wertvolle und endliche Deponievolumen soll so schonend wie möglich genutzt werden. Aber auch die Wiederverwendung von bisher ungenutzten Stoffen und damit die Reduktion der zu deponierenden Mengen ist stets Gegenstand der Forschungstätigkeit der ganzen Branche.
Ein Detailplan der Deponie ist hier ersichtlich.










